Donnerstag, 9. September 2010

Ohne Titel

Nach langer Zeit Schreibpause habe ich endlich wieder Zeit und Lust gefunden, einen neuen Eintrag zu verfassen. :) Worüber, weiß ich selbst noch nicht genau, aber es geht grob gesagt um ein Zitat aus einem Buch, das ich vor langer Zeit gelesen habe. Besagtes Buch heißt "Der Gesang der Orcas", den Namen des Autors (oder war es eine Autorin?) habe ich leider vergessen.

Das Zitat lautet folgendermaßen: "Abschied ist nur eine Art der Veränderung, die unzählige neue Möglichkeiten in sich birgt." Das habe ich sofort verinnerlicht und auch in ein anderes Buch hineingeschriebenm, das mir mein damaliger Freund geschenkt hatte (wenige Tage später haben wir uns getrennt, von daher passte das Zitat echt gut). Dieses andere Buch (nennen wir es Buch B) wiederum habe ich bis zum heutigen Tag nicht anrühren können, obwohl die Geschichte schon über ein Jahr her ist. Es ist auch keine Lektüre, die die meisten in meinem Alter mögen würden. Es ist extrem theoretisch und kompliziert und altbacken. Von 1884, glaube ich. Eigentlich eine klassische Einschlaflektüre. Aber ich wollte es trotzdem schon immer mal haben, ich habe eine Schwäche für solche Bücher. :)

Wie gesagt, ich konnte es nicht anrühren. Ist gar nicht so einfach, manche Trennungen zu verarbeiten.
Heute war es dann so weit, dass ich endlich wieder in Buch B blättern konnte, ohne Probleme zu bekommen. Und gleich auf der ersten Seite fiel mir dieses Zitat auf, und es passte einfach. Ich konnte endlich nachempfinden, was es bedeutet, es fühlte sich fast so an wie die ultimative Wahrheit des Jahrhunderts. Ein echt schräges Gefühl. :)

Es ist so, als wäre ich das erste Mal seit fast drei Jahren wirklich frei, frei in jeder Hinsicht. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Wahre Freiheit bedeutet für mich, keinen geistigen Schranken ausgesetzt zu sein, kaum einen Gedanken daran zu verschwenden, was andere Menschen von einem denken könnten (außer natürlich, es sind gute Freunde). Freiheit ist Unabhängigkeit von anderen Leuten, d.h., man hat ein eigenes Auto, eigene Zukunftspläne u. Ä.. Aber auch emotionale Unabhängigkeit gehört dazu.
Und diese Sorte von Freiheit habe ich irgendwie erst jetzt für mich entdeckt. :) Ich glaube, das ist es, was der Mensch Glück nennt.

Und warum das alles? Weil ein Abschied mir unzählige neue Möglichkeiten eröffnet hat, und ich habe mir die beste ausgesucht, die ich finden konnte. :)

In diesem Sinne,
die Sojabohne.

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