Ich habe es satt, von meiner Umwelt immerzu zu hören, wie fürchterlich diese Jahrezeit doch sei. Zugegeben, ich bin auch nicht gerade erfreut darüber, dass ich mein Auto wegen der dicken Eisschicht auf den Straßen und den nicht vorhandenen Winterreifen nicht hernehmen kann - aber man muss doch alles positiv sehen!
WINTER
Das Wesen über uns
renoviert die graue Welt,
deren Farbe unser Schmutz
überdeckt, verwaschen hat.
Denn unter Schnee und Eis
bepinseln kleine Gnome
Gras, Wolken, Stein und Himmel
und streichen Falten glatt,
die wir geworfen haben.
Sie nähen Flicken auf die Kleider,
die wir getragen haben,
malen Blumen auf den Schimmel,
den wir gewähren ließen,
bauen Brücken über Gräben,
die wir gegraben haben,
und machen keine Pausen,
bis die Welt erneuert ist.
Denn sie haben wenig Zeit
und sie wissen ohne Zweifel,
dass die Arbeit, die sie leisten,
von Jahr zu Jahr noch mehr wird.
Wenn im Frühjahr alles wegschmilzt
und die Farben schöner strahlen
als das Silber dieser Welt –
dann denk an all die Gnome,
die unsern Dreck und Müll
entfernen und den Schaden,
den wir alljährlich bringen,
ohne Vorwurf wieder richten.
Dank den Gnomen, nicht den Räumern,
dank dem Schnee und nicht dem Salz,
und sieh ein, dass ziemlich vieles
nicht ist, wie es dir scheint.
In diesem Sinne,
die Sojabohne
Mittwoch, 22. Dezember 2010
Samstag, 11. Dezember 2010
Eine dreiste Behauptung
Ich glaube, ich habe meinen Blog in letzter Zeit sehr vernachlässigt, aber ich habe überhaupt so einiges ausgeblendet. Glücklicherweise habe ich mal zur Abwechslung ein wenig Zeit und einen aufschreibenswerten Gedanken im gleichen Augenblick. :)
Meine beste Freundin hat auf ihrem Handy teilweise echt miese Musik gespeichert. So was wie "Jason the Ruler... Everybody's looking for love..." usw. Den Titel des Liedes habe ich komplett verdrängt, und im Grunde ist er auch irrelevant. Es geht mir vielmehr um den soeben zitierten Text, also um die dreiste Behauptung, absolut jeder sei auf der Suche nach Liebe bzw. einer anderen Person, mit der man dieses Gefühl ausleben kann. Ich kann diese honigsüße, naive Vorstellung vieler junger Mädchen von wegen großer Liebe, Mr. Perfect, Traumprinz, usw., auf den Tod nicht ausstehen! Zugegeben, mit dieser Ansicht stehe ich relativ alleine da, wenn ich mein Leben mit dem meiner Jahrgangskameraden vergleiche, denn die meisten von denen sind vergeben und hoffnungslos verromantisiert. Ich hingegen bin seit über einem Jahr Single aus Überzeugung, was mir an sich gar nicht ähnlich sieht.
Es ist gar nicht so lange her, da war ich diejenige, die meinen Freunden ständig wegen Liebeskummer oder Ähnlichem in den Ohren gelegen ist - jetzt ist die Lage eher umgekehrt, und es fällt mir verdammt schwer, diesen amourösen Wahnsinn noch nachzuvollziehen. Ich habe das Gefühl, als wäre in meinem Gehirn der Bereich, der für die Anwendung "Liebe" zuständig ist - quasi Liebe.EXE - deaktiviert oder amputiert worden. Was aber nichts daran geändert hat, dass ich ein Lebensziel habe bzw. etwas, wonach ich suche. Und das bringt mich auf die Idee, dass eventuell nicht jeder nach Liebe suchen könnte, dass Liebe nicht der Dreh- und Angelpunkt der Welt ist.
Die Frage ist natürlich, wie man Liebe definiert. Schließlich gibt es auch noch die Liebe zu Eltern oder Freunden oder Geschwistern o.Ä., und wenn dieses Ressort miteinbezogen wird, stellt es tatsächlich eine Art Nebenmittelpunkt meines Lebens dar. Allerdings kann ich all das gerade überhaupt nicht beurteilen und es kommt mir so vor, als würde mir gleich der Kopf platzen. Ich habe im Moment einfach zu viele Ideen dazu im Schädel, um sie aufzuschreiben.
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Meine beste Freundin hat auf ihrem Handy teilweise echt miese Musik gespeichert. So was wie "Jason the Ruler... Everybody's looking for love..." usw. Den Titel des Liedes habe ich komplett verdrängt, und im Grunde ist er auch irrelevant. Es geht mir vielmehr um den soeben zitierten Text, also um die dreiste Behauptung, absolut jeder sei auf der Suche nach Liebe bzw. einer anderen Person, mit der man dieses Gefühl ausleben kann. Ich kann diese honigsüße, naive Vorstellung vieler junger Mädchen von wegen großer Liebe, Mr. Perfect, Traumprinz, usw., auf den Tod nicht ausstehen! Zugegeben, mit dieser Ansicht stehe ich relativ alleine da, wenn ich mein Leben mit dem meiner Jahrgangskameraden vergleiche, denn die meisten von denen sind vergeben und hoffnungslos verromantisiert. Ich hingegen bin seit über einem Jahr Single aus Überzeugung, was mir an sich gar nicht ähnlich sieht.
Es ist gar nicht so lange her, da war ich diejenige, die meinen Freunden ständig wegen Liebeskummer oder Ähnlichem in den Ohren gelegen ist - jetzt ist die Lage eher umgekehrt, und es fällt mir verdammt schwer, diesen amourösen Wahnsinn noch nachzuvollziehen. Ich habe das Gefühl, als wäre in meinem Gehirn der Bereich, der für die Anwendung "Liebe" zuständig ist - quasi Liebe.EXE - deaktiviert oder amputiert worden. Was aber nichts daran geändert hat, dass ich ein Lebensziel habe bzw. etwas, wonach ich suche. Und das bringt mich auf die Idee, dass eventuell nicht jeder nach Liebe suchen könnte, dass Liebe nicht der Dreh- und Angelpunkt der Welt ist.
Die Frage ist natürlich, wie man Liebe definiert. Schließlich gibt es auch noch die Liebe zu Eltern oder Freunden oder Geschwistern o.Ä., und wenn dieses Ressort miteinbezogen wird, stellt es tatsächlich eine Art Nebenmittelpunkt meines Lebens dar. Allerdings kann ich all das gerade überhaupt nicht beurteilen und es kommt mir so vor, als würde mir gleich der Kopf platzen. Ich habe im Moment einfach zu viele Ideen dazu im Schädel, um sie aufzuschreiben.
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Samstag, 20. November 2010
Angst
Es heißt oft, das destruktivste Gefühl überhaupt sei der Hass, aber das ist nicht wahr. In Wirklichkeit ist es nämlich die Angst, schon alleine deswegen, weil sie die Grundvoraussetzung dafür ist, dass Hass überhaupt entstehen kann. Nichts auf der Welt richtet so viel Schaden an wie die Furcht vor dem, was wir tun müssen bzw. gerne tun würden.
Z. B. die Angst vor dem Versagen. Man tut etwas zum ersten Mal bzw. hat es noch nie erfolgreich hingekriegt und zerbricht sich tagelang vorher den Kopf darüber, ob es (diesmal) hinhauen wird. Man malt sich aus, was wohl passieren wird, wenn es nicht klappt, und wie die Freunde und Eltern darauf reagieren werden. V. a., was diese Leute von einem denken werden. Denn keinem Menschen auf der Welt kann es ernsthaft egal sein, was seine Freunde von ihm halten. Ein Mensch ohne Freunde ist wie ein Baum ohne Wurzeln, deshalb will man seine Leute auch nicht verlieren.
Oder die Angst vor der Zukunft. Man zweifelt an den eigenen Fähigkeiten, da diese die Basis für ein erfolgreiches eigenes Leben sind. Sollten sie unzureichend sein, steht man vor dem beruflichen Nichts. Man kann seine Entscheidungen und Leistungen nicht den anderen überlassen, keiner aus dir selbst kann dein Leben für dich leben. Wenn also ich es nicht alleine schaffe, mir eine gute Zukunft zu erarbeiten – wer soll es sonst für mich tun? Die Angst kann einen lähmen und daran hindern, überhaupt etwas zu schaffen.
Zu guter Letzt die Angst vor den Menschen. Die Angst, schlechter als andere zu sein, weniger zu können, weniger zu bewegen. Man glaubt, nicht so humorvoll, originell, wortgewandt, sympathisch, fleißig, klug - oder was auch immer – wie andere zu sein, und das lähmt einen so sehr, dass man es wirklich nicht ist und genauso behandelt wird, wie man es immer befürchtet hat. Man entwickelt Neid, und aus Neid kann Hass werden, entweder auf sich selbst oder auf die anderen. Der Rest der Menschheit mutiert vor dem inneren Auge zu "Halbgöttern", die alles besser wissen und können; sobald irgendwas schiefläuft, zweifelt man unwillkürlich zuallererst an sich und dann vielleicht irgendwann mal an seiner Umwelt.
Ich glaube, dass mehr Leute unter diesen Ängsten leiden, als man denkt, aber die meisten verstehen sich bestens darauf, ihre Komplexe zu cachieren.
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Z. B. die Angst vor dem Versagen. Man tut etwas zum ersten Mal bzw. hat es noch nie erfolgreich hingekriegt und zerbricht sich tagelang vorher den Kopf darüber, ob es (diesmal) hinhauen wird. Man malt sich aus, was wohl passieren wird, wenn es nicht klappt, und wie die Freunde und Eltern darauf reagieren werden. V. a., was diese Leute von einem denken werden. Denn keinem Menschen auf der Welt kann es ernsthaft egal sein, was seine Freunde von ihm halten. Ein Mensch ohne Freunde ist wie ein Baum ohne Wurzeln, deshalb will man seine Leute auch nicht verlieren.
Oder die Angst vor der Zukunft. Man zweifelt an den eigenen Fähigkeiten, da diese die Basis für ein erfolgreiches eigenes Leben sind. Sollten sie unzureichend sein, steht man vor dem beruflichen Nichts. Man kann seine Entscheidungen und Leistungen nicht den anderen überlassen, keiner aus dir selbst kann dein Leben für dich leben. Wenn also ich es nicht alleine schaffe, mir eine gute Zukunft zu erarbeiten – wer soll es sonst für mich tun? Die Angst kann einen lähmen und daran hindern, überhaupt etwas zu schaffen.
Zu guter Letzt die Angst vor den Menschen. Die Angst, schlechter als andere zu sein, weniger zu können, weniger zu bewegen. Man glaubt, nicht so humorvoll, originell, wortgewandt, sympathisch, fleißig, klug - oder was auch immer – wie andere zu sein, und das lähmt einen so sehr, dass man es wirklich nicht ist und genauso behandelt wird, wie man es immer befürchtet hat. Man entwickelt Neid, und aus Neid kann Hass werden, entweder auf sich selbst oder auf die anderen. Der Rest der Menschheit mutiert vor dem inneren Auge zu "Halbgöttern", die alles besser wissen und können; sobald irgendwas schiefläuft, zweifelt man unwillkürlich zuallererst an sich und dann vielleicht irgendwann mal an seiner Umwelt.
Ich glaube, dass mehr Leute unter diesen Ängsten leiden, als man denkt, aber die meisten verstehen sich bestens darauf, ihre Komplexe zu cachieren.
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Dienstag, 5. Oktober 2010
Der Herbst ist da
Ola, Leutchens! :)
Es ist mal wieder Zeit für ein Gedicht meiner Wenigkeit, wie ich finde. :) Diesmal ist es ein eine Art von Liebeslied, irgendwie passt es aber nicht vollständig in diese Rubrik hinein. Die Entstehungsgeschichte war etwa so, dass ich im Zug nach Züssow gesessen bin und durch das Fenster eine ziemlich seltsame Landschaft gesehen habe. Mitten auf einem abgeernteten Feld war so etwas wie ein kleiner Teich, und in der Mitte des Teiches wuchs ein wuchtiger Baum mit extrem fetten Wurzeln, die richtiggehend aus dem Wasser herausragten. Der Baum war absolut kahl und verzweigt und auf den Ästen saßen und flogen und nisteten Dutzende von Krähen. Zu allem Überfluss hing genau über dem Szenario auch noch eine dicke schwarze Wolke. Ich hatte bis dato noch nie eine Ahnung, was man unter einer Todesinsel versteht - aber das war eine! Ich war mächtig fasziniert bzw. paralysiert, weil ich nie damit gerechnet hätte, dieses "Phänomen" in Mecklenburg-Vorpommern mal eben so nebenbei zu entdecken. Eher so in der Ferne in einer totalen Ausnahmesituation...
Wie auch immer, diese "Todesinsel" war für mich die Verbildlichung meiner Gefühle für eine Person, die ich mal geliebt habe. Mittlerweile ist unser Verhältnis zueinander einfach nur noch "tot", genau wie die Landschaft, die ich gesehen habe.
DER HERBST IST DA
Was meine Seele fühlt,
das sagen keine Worte,
das zeigt dir nur ein Bild,
das ich vor Augen hab.
Siehst du das klare Wasser,
auf dem die Krähen nisten?
Siehst du die kahlen Bäume –
grad wie Gewitterhexen –
an deren nackten Wurzeln
die Vögel Nester baun?
Siehst du das braune Unlicht,
das keine Schatten wirft
und das die glatte Rinde
so schön erscheinen lässt?
Und siehst du meine Augen,
wie ein Gefühl sie weitet,
das alles überschreitet,
wofür es Namen gibt?
Sag, gibt es dafür Worte?
Sag, gibt es dafür Sinn?
Ein Ende – oder Anfang?
Verlust – oder Gewinn?
Kannst du die Träne sehen,
die mein stummes Auge freigibt,
das dich nicht sehen will?
Der Herbst ist da. Ade.
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Es ist mal wieder Zeit für ein Gedicht meiner Wenigkeit, wie ich finde. :) Diesmal ist es ein eine Art von Liebeslied, irgendwie passt es aber nicht vollständig in diese Rubrik hinein. Die Entstehungsgeschichte war etwa so, dass ich im Zug nach Züssow gesessen bin und durch das Fenster eine ziemlich seltsame Landschaft gesehen habe. Mitten auf einem abgeernteten Feld war so etwas wie ein kleiner Teich, und in der Mitte des Teiches wuchs ein wuchtiger Baum mit extrem fetten Wurzeln, die richtiggehend aus dem Wasser herausragten. Der Baum war absolut kahl und verzweigt und auf den Ästen saßen und flogen und nisteten Dutzende von Krähen. Zu allem Überfluss hing genau über dem Szenario auch noch eine dicke schwarze Wolke. Ich hatte bis dato noch nie eine Ahnung, was man unter einer Todesinsel versteht - aber das war eine! Ich war mächtig fasziniert bzw. paralysiert, weil ich nie damit gerechnet hätte, dieses "Phänomen" in Mecklenburg-Vorpommern mal eben so nebenbei zu entdecken. Eher so in der Ferne in einer totalen Ausnahmesituation...
Wie auch immer, diese "Todesinsel" war für mich die Verbildlichung meiner Gefühle für eine Person, die ich mal geliebt habe. Mittlerweile ist unser Verhältnis zueinander einfach nur noch "tot", genau wie die Landschaft, die ich gesehen habe.
DER HERBST IST DA
Was meine Seele fühlt,
das sagen keine Worte,
das zeigt dir nur ein Bild,
das ich vor Augen hab.
Siehst du das klare Wasser,
auf dem die Krähen nisten?
Siehst du die kahlen Bäume –
grad wie Gewitterhexen –
an deren nackten Wurzeln
die Vögel Nester baun?
Siehst du das braune Unlicht,
das keine Schatten wirft
und das die glatte Rinde
so schön erscheinen lässt?
Und siehst du meine Augen,
wie ein Gefühl sie weitet,
das alles überschreitet,
wofür es Namen gibt?
Sag, gibt es dafür Worte?
Sag, gibt es dafür Sinn?
Ein Ende – oder Anfang?
Verlust – oder Gewinn?
Kannst du die Träne sehen,
die mein stummes Auge freigibt,
das dich nicht sehen will?
Der Herbst ist da. Ade.
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Mittwoch, 22. September 2010
Die Bilanz des Tages :)
Heute habe ich etwas Entscheidendes dazugelernt:
Sogar das ein-Arschloch-sein will gelernt sein!
Soll heißen, wenn ihr Jungs das Bedürfnis habt, gleich mit zwei Mädels anzubandeln - stellt es wenigstens so an, dass sich die beiden Frauen nicht begegnen können. Wer seine Kontakte nicht separieren kann, ist halt selber Schuld. ;)
In diesem Sinne,
die amüsierte und schadenfrohe Sojabohne.
Sogar das ein-Arschloch-sein will gelernt sein!
Soll heißen, wenn ihr Jungs das Bedürfnis habt, gleich mit zwei Mädels anzubandeln - stellt es wenigstens so an, dass sich die beiden Frauen nicht begegnen können. Wer seine Kontakte nicht separieren kann, ist halt selber Schuld. ;)
In diesem Sinne,
die amüsierte und schadenfrohe Sojabohne.
Mittwoch, 15. September 2010
Von Menschen, die meckern
Es gibt Menschen, die meckern, und es gibt Schulfächer, die alles andere als spannend sind. Und was dabei herauskommt, wenn diese beiden Faktoren zusammenkommen, könnt ihr hier lesen ( ;) ):
DER HERR MÜLLER AUF DIE FRAGE, WAS ER EIGENTLICH MAG:
Politik, was ist mir das?
Mit Verlaub, sie reizt mich nicht.
Politik, das ist ein Zeitvertreib
für die reiche Oberschicht.
Und Geld ist für mich Taubendreck.
Man kommt nicht ohne klar,
und wer´s in rauen Mengen hat,
der nimmt´s schon nicht mehr wahr.
Frauen - das ist eine Not,
ein Weib, das ist ´ne Last!
Erst gibt es dir mehr als du willst,
dann nimmt es, was du hast.
Und Männer, das verhüte Gott,
die treiben es noch schlimmer!
Die werden hin und wieder schwul
und bleiben es für immer.
Ja, Konkurrenz an sich ist blöd,
sie behindert wesentlich!
Sie reduziert den Größenwahn
und reguliert das Ich.
Ich glaube, mir ist gar nichts recht,
weil immer etwas stört.
Was andre haben, mag ich nicht,
weil es nicht MIR gehört.
Was mir gehört, gefällt mir nicht,
weil es mir noch nicht reicht.
Ihr seht, ihr lest - ihr merkt das doch?! -
ich hab es ECHT nicht leicht!
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
DER HERR MÜLLER AUF DIE FRAGE, WAS ER EIGENTLICH MAG:
Politik, was ist mir das?
Mit Verlaub, sie reizt mich nicht.
Politik, das ist ein Zeitvertreib
für die reiche Oberschicht.
Und Geld ist für mich Taubendreck.
Man kommt nicht ohne klar,
und wer´s in rauen Mengen hat,
der nimmt´s schon nicht mehr wahr.
Frauen - das ist eine Not,
ein Weib, das ist ´ne Last!
Erst gibt es dir mehr als du willst,
dann nimmt es, was du hast.
Und Männer, das verhüte Gott,
die treiben es noch schlimmer!
Die werden hin und wieder schwul
und bleiben es für immer.
Ja, Konkurrenz an sich ist blöd,
sie behindert wesentlich!
Sie reduziert den Größenwahn
und reguliert das Ich.
Ich glaube, mir ist gar nichts recht,
weil immer etwas stört.
Was andre haben, mag ich nicht,
weil es nicht MIR gehört.
Was mir gehört, gefällt mir nicht,
weil es mir noch nicht reicht.
Ihr seht, ihr lest - ihr merkt das doch?! -
ich hab es ECHT nicht leicht!
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Donnerstag, 9. September 2010
Ohne Titel
Nach langer Zeit Schreibpause habe ich endlich wieder Zeit und Lust gefunden, einen neuen Eintrag zu verfassen. :) Worüber, weiß ich selbst noch nicht genau, aber es geht grob gesagt um ein Zitat aus einem Buch, das ich vor langer Zeit gelesen habe. Besagtes Buch heißt "Der Gesang der Orcas", den Namen des Autors (oder war es eine Autorin?) habe ich leider vergessen.
Das Zitat lautet folgendermaßen: "Abschied ist nur eine Art der Veränderung, die unzählige neue Möglichkeiten in sich birgt." Das habe ich sofort verinnerlicht und auch in ein anderes Buch hineingeschriebenm, das mir mein damaliger Freund geschenkt hatte (wenige Tage später haben wir uns getrennt, von daher passte das Zitat echt gut). Dieses andere Buch (nennen wir es Buch B) wiederum habe ich bis zum heutigen Tag nicht anrühren können, obwohl die Geschichte schon über ein Jahr her ist. Es ist auch keine Lektüre, die die meisten in meinem Alter mögen würden. Es ist extrem theoretisch und kompliziert und altbacken. Von 1884, glaube ich. Eigentlich eine klassische Einschlaflektüre. Aber ich wollte es trotzdem schon immer mal haben, ich habe eine Schwäche für solche Bücher. :)
Wie gesagt, ich konnte es nicht anrühren. Ist gar nicht so einfach, manche Trennungen zu verarbeiten.
Heute war es dann so weit, dass ich endlich wieder in Buch B blättern konnte, ohne Probleme zu bekommen. Und gleich auf der ersten Seite fiel mir dieses Zitat auf, und es passte einfach. Ich konnte endlich nachempfinden, was es bedeutet, es fühlte sich fast so an wie die ultimative Wahrheit des Jahrhunderts. Ein echt schräges Gefühl. :)
Es ist so, als wäre ich das erste Mal seit fast drei Jahren wirklich frei, frei in jeder Hinsicht. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Wahre Freiheit bedeutet für mich, keinen geistigen Schranken ausgesetzt zu sein, kaum einen Gedanken daran zu verschwenden, was andere Menschen von einem denken könnten (außer natürlich, es sind gute Freunde). Freiheit ist Unabhängigkeit von anderen Leuten, d.h., man hat ein eigenes Auto, eigene Zukunftspläne u. Ä.. Aber auch emotionale Unabhängigkeit gehört dazu.
Und diese Sorte von Freiheit habe ich irgendwie erst jetzt für mich entdeckt. :) Ich glaube, das ist es, was der Mensch Glück nennt.
Und warum das alles? Weil ein Abschied mir unzählige neue Möglichkeiten eröffnet hat, und ich habe mir die beste ausgesucht, die ich finden konnte. :)
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
Das Zitat lautet folgendermaßen: "Abschied ist nur eine Art der Veränderung, die unzählige neue Möglichkeiten in sich birgt." Das habe ich sofort verinnerlicht und auch in ein anderes Buch hineingeschriebenm, das mir mein damaliger Freund geschenkt hatte (wenige Tage später haben wir uns getrennt, von daher passte das Zitat echt gut). Dieses andere Buch (nennen wir es Buch B) wiederum habe ich bis zum heutigen Tag nicht anrühren können, obwohl die Geschichte schon über ein Jahr her ist. Es ist auch keine Lektüre, die die meisten in meinem Alter mögen würden. Es ist extrem theoretisch und kompliziert und altbacken. Von 1884, glaube ich. Eigentlich eine klassische Einschlaflektüre. Aber ich wollte es trotzdem schon immer mal haben, ich habe eine Schwäche für solche Bücher. :)
Wie gesagt, ich konnte es nicht anrühren. Ist gar nicht so einfach, manche Trennungen zu verarbeiten.
Heute war es dann so weit, dass ich endlich wieder in Buch B blättern konnte, ohne Probleme zu bekommen. Und gleich auf der ersten Seite fiel mir dieses Zitat auf, und es passte einfach. Ich konnte endlich nachempfinden, was es bedeutet, es fühlte sich fast so an wie die ultimative Wahrheit des Jahrhunderts. Ein echt schräges Gefühl. :)
Es ist so, als wäre ich das erste Mal seit fast drei Jahren wirklich frei, frei in jeder Hinsicht. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Wahre Freiheit bedeutet für mich, keinen geistigen Schranken ausgesetzt zu sein, kaum einen Gedanken daran zu verschwenden, was andere Menschen von einem denken könnten (außer natürlich, es sind gute Freunde). Freiheit ist Unabhängigkeit von anderen Leuten, d.h., man hat ein eigenes Auto, eigene Zukunftspläne u. Ä.. Aber auch emotionale Unabhängigkeit gehört dazu.
Und diese Sorte von Freiheit habe ich irgendwie erst jetzt für mich entdeckt. :) Ich glaube, das ist es, was der Mensch Glück nennt.
Und warum das alles? Weil ein Abschied mir unzählige neue Möglichkeiten eröffnet hat, und ich habe mir die beste ausgesucht, die ich finden konnte. :)
In diesem Sinne,
die Sojabohne.
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